Psychomotorik nach Bernard Aucouturier

Beziehung durch Bewegung – die Sprache des Kindes.

Bernard Aucouturier ist ein französischer Sportpädagoge der ab den 1960er-Jahren die Psychomotorische Praxis (PPA) entwickelte. Sein Ansatz verbindet Körper, Psyche und kreative Ausdrucksmöglichkeiten und betrachtet Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeit: Gefühle, Körpererleben, Sprache und schöpferisches Tun.

Denn es gibt keine Handlung ohne Grund. Und das, was ein Kind spontan tut, entspricht immer seinen tiefen Motivationen. An uns liegt es zu verstehen, was dieses Tun ausdrückt, und mit unserem eigenen Tun darauf zu antworten.

Aucouturiers Philosophie geht davon aus, dass jedes kindliche Handeln einen Sinn hat. Kinder handeln nie zufällig – Bewegung, Spiel und Kreativität spiegeln ihre inneren Prozesse wider. Die Aufgabe der Fachkräfte ist es, dies zu beobachten, zu verstehen und durch feinfühlige Begleitung zu unterstützen.

Die PPA setzt an der natürlichen Reifung des Kindes an: vom körperlichen Erleben über Bewegungsimpulse hin zum gesprochenen Wort, vom inneren Erleben zum sozialen Miteinander. Kinder erleben sich als wirksam, verbunden und angenommen.

Grundprinzipien nach Bernard Aucouturier

  • Kinder in ihrer Ganzheit ernst nehmen
  • Kreatives, spontanes Spiel und Bewegung fördern
  • Vertrauen, Beziehung und Achtsamkeit als Basis für Entwicklung
  • Keine Leistung, sondern Persönlichkeit im Mittelpunkt