Aufbaumodul
Weiterbildung in therapeutischen Intervention
Kinder mit besonderen Bedürfnissen stoßen in ihrer Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit, in ihrem Spiel- und Handlungsausdruck häufig an Grenzen. Oft verharren sie in vertrauten, aber hemmenden Verhaltens- und Interaktionsmustern. Der psychomotorische Raum wird hier zum wertfreien Erfahrungsraum, in dem innere Bilder und Emotionen über den Körper sichtbar und spürbar werden. In der therapeutischen Beziehung entsteht ein geschützter Rahmen, in dem neue Kommunikations- und Handlungsdynamiken erfahrbar werden – ein Raum für Entwicklung, Verarbeitung, Veränderung und Neuorientierung.
Dabei darf das Plaisir – die Freude an Bewegung und Weiterentwicklung – immer mitgehen.
Es geht darum, sich an die Stelle des Kindes zu versetzen, ohne dafür die eigene Identität einzubüßen. Anders gesagt, man muss in die Haut des Kindes schlüpfen können und doch in der eigenen bleiben.
Bernard Aucouturier